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Psycho-Physiognomik

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Carl Huter

Hauptwerk-Menschenkenntnis

Körperformen und Gesichtsausdruckslehre Neuauflage - 6. Auflage
Leinenstruktur mit Sternenglitter | Art.Nr.: 1001-2014
ISBN: 978-3-943515-04-6
Preis: 86,00 EUR     sofort lieferbar    Sofort lieferbar.
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Umfang: 812 Seiten
MaĂźe: 22 x 29 cm

Es ist nun fast ein Jahr her, als ich dieses Werk zum ersten Mal in den Händen hielt und beeindruckt war von knapp 800 Seiten, welche die Menschen-, Gesichts- und Ausdruckskunde bis ins kleinste Detail erklären möchte. Zum einen war ich neugierig, was Carl Huter in einem solch umfangreichen Buch alles zu erläutern vermag, da mir der Titel doch ein recht eingeschränktes Thema zu sein schien. Zum anderen war ich der Meinung, dass – neben der Beseitigung unendlich vieler Fehlern während des Digitalisierungsprozesses – es doch an der Zeit sei, einer Neuauflage auch den entsprechend zeitgemäßen orthografischen Schliff zu verschaffen – kurz gesagt: diesem Werk die Regeln der neuen deutschen Rechtschreibung zu unterlegen.

Auch wenn es mir aufgrund Zeitmangels nicht möglich war, Carl Huters Werk ausgiebig zu studieren, so konnte ich mir doch einen Überblick über Huters Forschungen, Überzeugungen sowie Forderungen verschaffen. Dies „ist die Bibel, die neue Offenbarungslehre von Welt, Mensch, Leben, Geist und Natur. […]

[D]iese Lehre hat die Entwicklungsuntersuchungen auch auf die große Vorzeit ausgedehnt, in welcher pflanzliches und tierisches Leben noch nicht möglich war, auf die Entwicklung der chemischen und ätherischen Substanzen, auf die Entwicklung der Weltkörper und schließlich auf die der mechanischen Kräfte und ihrer Richtordnung“, so die Zusammenfassung Huters auf Seite 723.

Aufgrund einer äußerst ausgefeilten Psycho-Physiognomik versucht Huter an Gesicht, Haar, Körperhaltung usw. den Charakter und das Wesen eines jeden Menschen zu analysieren. Dieses Können sieht er als Grundlage, welche Wesensarten miteinander harmonieren, sich also lieben können und welche sich besser nicht aufeinander einlassen sollten. Dabei strebt er stets Richtung Vervollkommnung der Menschheit im Laufe der Evolution. Zugegebenermaßen begegnete ich seinen Ausführungen größtenteils mit Bewunderung, in einigen Punkten jedoch mit großer Skepsis und Zurückhaltung, da mich – auch wenn Huter dies auf keinen Fall beabsichtigt haben wird – einige Aspekte, vor allem in Bezug auf Fortpflanzung, doch sehr an eine Eugenik erinnern und wir aus der Geschichte kennen, was jene noch so gut gemeinten wissenschaftlichen Ansätze an Missbrauchspotential beherbergen. Zudem sei die Tatsache berücksichtigt, dass Huters Forschungen über 100 Jahre alt sind, die Wissenschaften sich enorm weiterentwickelt haben, wenn auch oftmals zu speziell und einseitig, was der Autor bereits während des Verfassens des Werkes monierte – und recht behielt.

Doch zurück zum Schwerpunkt meiner Arbeit an diesem Werk: Zunächst war ich bemüht, ein einheitlicheres Layout der Schrift zu erhalten, indem Interpunktionen nach Überschriften gelöscht wurden und alle Eigennamen im Textbild kursiv gesetzt wurden. In der alten Auflage wurde auf derartige Einheitlichkeit weniger Wert gelegt. Des Weiteren wurden Fußnoten in eine fortlaufende Nummerierung umgewandelt, da dies dem modernen wissenschaftlichen Schreibanforderungen entspricht; Fußnoten, welche keinen Bezug zum Text hatten, wurden gelöscht. Auch war ich bemüht, Textabschnitte, welche in der mir vorliegenden alten Auflage in einer kleineren Schriftgröße geschrieben waren, auch in der Neuauflage mithilfe von Schriftverkleinerungen vom normalen Textverlauf abzuheben. Eine weitaus größere Herausforderung stellte das Auffinden veralteter Schreibweisen auf, welche ich in die neue umwandelte. Dies dient dem heutigen Leser der besseren Lesbarkeit, wenn er statt „daß“ ein „dass“ lesen kann, statt „um so“ › „umso“, statt Varianten wie „vgl. / vergl.“ › „vgl.“ usw. Auch neue Regeln wie Dreifachkonsonanz bei Wortverbindungen („Naturelllehre“ statt „Naturellehre“) und der Ersatz veralteter Schreibweisen wie „darnach“ › „danach“ oder „entladet“ › „entlädt“ wurden möglichst flächendeckend eingearbeitet. Wichtig war mir auch die einheitliche Schreibweise von solchen Wörtern, welche nach der neuen Rechtschreibung großgeschrieben werden, wie zum Beispiel: „im Großen und Ganzen“ oder „im Allgemeinen“, was in diesem Werk recht häufig auftritt. All diese Veränderungen dienen durchaus der Leseerleichterung, da es ein dem heutigen Auge gewohnteres Schriftbild verschafft.

Sollte mir doch an der einen oder anderen Stelle eine alte Schreibweise oder ein Schreibfehler durchgegangen sein, ohne dass ich ihn berichtigt habe, bitte ich dies zu entschuldigen, war ich doch zu jeder Zeit bemüht, jede Unrichtigkeit zu markieren, um diese anschließend abändern zu können. Doch auch ich bin nur ein Mensch, der die Vollkommenheit – um mit Huters Worten zu sprechen – noch lange nicht erreicht hat. Sandra Aehnelt (Lektorat)


Buchbeschreibung:

Sowohl der Kommunismus als auch der Kapitalismus führte in Krisen, die wir hautnah erlebten und erleben. Mit seinen Forschungsarbeiten schuf Carl Huter, ein Autodidakt, eine völlig neuartige Sicht der Wirklichkeit. Er dachte weit über seine Zeit hinaus, teilweise auch weiter als das was von der heutigen Zeit angenommen, als bewiesen erklärt, oder in einem, gemäß den heutigen Kenntnissen uneinsichtig gewordenen Glauben verteidigt wird. Das Hauptwerk ist 1904 -1905 in fünf Unterrichtsbriefen im Eigenverlag herausgegeben worden. Es ist mit mehr als 1000 Illustrationen versehen und mit mehr als 100 Bezügen auf Forscher verschiedenster Fakultäten untermauert. (Die Unterrichtsbriefe wurden 1957 von Siegfried Kupfer und Hermann Bürkler in einem Buch zusammengefasst und mit Namens- Sach- und Werkverzeichnis versehen, 1991 von Paul Schärer und Martin Kübli neu gedruckt.) Das Buch sollte möglichst vorurteilslos, mit offenem Geist gelesen werden. Durch Ausbildung geformte geistige Vorgaben und Darstellungsweisen sind zurückzustellen. Einige Hinweise:

Die Entstehung der Welt:
Die neue Sicht geht nicht vom Urknall aus, der heute von Wissenschaftlern erst tastend in Frage gestellt wird. Der Raum mit seinen Polaritäten der unendlichen Größe und der unendliche Kleinheit sind die primären Schöpferkräfte. Die aus diesen entstandenen Energien, ermöglichten das Weltall und die über Milliarden von Jahren erfolgte Dauerschöpfung auf unserem Planeten, die Evolution genannt wird. Dieses Wissen sollte als Schöpfungs-Grundlage für alle Weltanschauungen gültig werden. Wenn die verschiedensten Denkrichtungen sie als eine grundlegende Sicht vom Entstehen des Seins akzeptieren, könnte ein toleranteres globales Zusammenleben der unterschiedlichsten Weltanschauungen erreicht werden. Aus der Evolution entwickelte sich auch der nach Wahrheiten suchende Mensch, dessen geistige und körperliche Entfaltung immer noch weitergeht.

Das Menschsein:
Die Kenntnis über vererbte Wirklichkeiten ist die beste Grundlage, um individuelle Verhaltensmerkmale zu erkennen und optimal zu Schulen. Das immer einmalige menschliche Wesen ist sowohl im vererbten, wie im durch Lebensschulung entwickelten Teil zu erkennen. Die dazu nötigen formanalytischen Grundlagen werden erläutert. Darüber hinaus werden geistige und idealistische Zielsetzungen und der Sinn für ein Lebenslanges positives Werden mit philosophischen, ethischen und religiösen Gedanken und Einsichten aufgezeigt. Das damit eröffnete Wissen über allgemeingültige Ideale, wird Kallisophie benannt.

Zielsetzungen:
Die formanalytische Psycho-Physiognomik will erreichen, dass dem inneren Wesen jedes Menschen, den unterschiedlichsten Begabungen und Entwicklungen, Rechnung getragen werden kann. Sie führt im Weiteren zur Einsicht, dass nur fachlich und ethisch begabte und -entwickelte Menschen, aller Fähigkeitsstufen weise sind. Sie allein sind in der Lage, in demokratisch organisierten Staatsverbänden, möglichst Allen eine optimale Lebensgrundlage zu organisieren. Mit Hilfe der Formanalytik können solche Menschen erkannt und dann demokratisch gewählt werden. Auch der Einsatz von Mitarbeitern und Mitarbeitergruppen aller Stufen kann formanalytisch optimiert werden. "Die meisten Menschen sind Münzen, nur wenige sind Prägstöcke." Wilhelm Raabe. Vorwort im Hauptwerk: "Vermehrung von Freude und Glück kann allein nur Zweck allen Lebens sein, es kann allein nur Zweck aller Wissenschaft, aller Arbeit, aller Kunst und aller Religion, aller Politik und allen Rechts, aller Staatskunst und aller Sittlichkeit sein." Ohne vernünftige, vorurteilsfreie Kenntnis über das menschliche Sein ist dieses Ziel kaum zu erreichen. Das Hauptwerk ist demgemäß ein lohnendes Buch, das zu neuen Einsichten führt und zu weitergehenden Überlegungen anregt.
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